SPD Buchholz beantragt attraktives Modell für die Erzieherausbildung

Die Personalsituation in den Buchholzer Kindertagesstätten ist bereits seit Längerem sehr angespannt. So können krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeiterinnen zu vorübergehenden Schließungen von Gruppen führen. Offene Stellen für ErzieherInnen bleiben über Monate hinweg unbesetzt.

„Das unzureichende Angebot von Fachkräften entwickelt sich zunehmend zum Engpass beim Ausbau des Buchholzer Kinderbetreuungsangebotes“, erläutert SPD-Ratsherr Dr. Jan Christian Dammann. Umfassende Bildung ist eine Schlüsselqualifikation für gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe. So hat die Bertelsmann Stiftung in einer Studie einen positiven Einfluss eines Krippenbesuches auf die Wahrscheinlichkeit eines höheren Schulabschlusses festgestellt.

„Die Bereitstellung frühkindlicher Bildungsangebote stellt einen substantiellen Beitrag zur Schaffung von Chancengleichheit und somit zu einem selbstbestimmten Lebensmodell dar“, begründet Dammann den Antrag. Aus diesem Grund fordert die SPD Buchholz vom Landkreis Harburg und der Stadt Buchholz besondere Anstrengungen in der Personalgewinnung.

Die SPD hat beantragt, dass die Stadtverwaltung Fördermodelle zur Ausbildung von sozialpädagogischen Assistenten und Erziehern entwickelt. Die Ausbildung erfolgt meist schulisch und somit ohne regelmäßiges Einkommen.Sie dauert zwei Jahre zum sozialpädagogischen Assistenten und vier Jahre bis zum Erzieher. „Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken muss die Attraktivität dieser Berufsbilder gestärkt werden“, erläutert Dammann. Die zu entwickelnden Fördermodelle sollen sich sowohl an Berufs- als Quereinsteiger richten. „Der Landkreis als zuständige Stelle muss in dieser Sache seinem Auftrag nachkommen und auch finanzielle Verantwortung übernehmen“, stellt Dammann fest. „Sollte der Landkreis seiner Verantwortung mittelfristig nicht gerecht werden, so ist es an der Stadt Buchholz in eigener Regie Maßnahmen zu ergreifen“, fordert die SPD mit ihrem Antrag.